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Ein Wahljahr. General Juan Andreu Almazán wurde von der Revolutionären Partei der Nationalen Einheit (PRUN) als Präsidentschaftskandidat aufgestellt.
Er hatte viele Anhänger. Die Partei der Nationalen Aktion (PAN) wollte Luis Cabrera, eine renommierte Persönlichkeit und Gegner der Regierung von Cárdenas, zum Präsidentschaftskandidaten ernennen, dieser lehnte aber die Kandidatur ab.
In Europa breitete sich der Krieg aus. Nach der Auflösung des Spanien-Hauses wurde die Gründung der Hochschule El Colegio de México (COLMEX) beschlossen. Die Professoren aus dem spanischen Exil wurden definitiv in die verschiedenen Hochschul- und Forschungseinrichtungen des Landes integriert, was auch die UNAM bereicherte.
Das Institut für Vergleichende Rechtwissenschaft nahm als Teil der Nationalen Schule für Jurisprudenz seine Tätigkeit auf. Gleichzeitig wurde das Zentrum für Philosophische Studien innerhalb der Fakultät für Philosophie und Literatur gegründet.
Die Verordnung zur Wahl der Direktoren der Fakultäten und Schulen aus einer Kandidatenliste wurde genehmigt. Die Abteilung für Inkorporation wurde zur Abteilung für Inkorporierte Universitäten und Schulen. Avila Camacho wurde unter der Missbilligung der Anhänger von General Almazán zum Präsidenten gewählt, die die Niederlage ihres Kandidaten nicht akzeptierten. Sein Triumph war zu erwarten gewesen.
Der offizielle Gewinner war aber Ávila Camacho, der am 1. Dezember das Amt antrat. Am nächsten Tag reichte Rektor Dr. Baz sein Rücktrittsgesuch ein. Statt seine Kündigung anzunehmen, wurde er von seinem Amt freigestellt und zum Ehrenrektor ernannt. Er wurde anschließend Gesundheits- und Sozialminister. Mario de la Cueva wurde zum Interimsrektor ernannt. |
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Nach der Rückkehr von José Vasconcelos in seine Heimat, wurde er zum Direktor der Nationalbibliothek ernannt, wo er Aurelio Manrique ablöste. Das Institut für Wirtschaftsforschung wurde als Teil der Nationalen Schule für Wirtschaftswissenschaften gegründet und die Zeitschrift für Wirtschaftswissenschaften erschien. Weiterhin erschien die Zeitschrift für Philosophie und Literatur mit ständigen Beiträgen über Philosophie, Literatur und Geschichte.
Dort erschienen Artikel mexikanischen und spanischer Hochschullehrer sowie Übersetzungen bedeutender internationaler Texte. Das Labor für Medizinische und Biologische Studien nahm seine Tätigkeit auf. Die Verordnung über die Inkorporation von Studien und zur Anerkennung von Studienleistungen, Titeln und akademischen Graden wurde beschlossen.
Mit der Bombardierung Pearl Harbors in Hawaii beschlossen die USA, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten, der sich bis dahin auf den euroasiatischen Raum beschränkt hatte. Später erklärte Mexiko den Achsenmächten den Krieg. |
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Die von Staatspräsident Ávila Camacho verkündete Politik der nationalen Einheit fand ihren konkreten Ausdruck in einer prächtigen Feier auf dem Hauptplatz von Mexiko-Stadt, zu der sich alle ehemaligen, und inzwischen aus dem Ausland zurückgekehrten Staatspräsidenten auf der Ehrentribüne einfanden.
Am 19. Juni trat Rodulfo Brito Foucher sein Amt als Rektor an. Alfonso Noriega Cantú war Generalsekretär. Der Bau einer Universitätsstadt wurde erneut ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Die Regeln für die Wahl der Mitglieder des Universitätsrats wurden festgelegt. |
Durch ein Dekret des Präsidenten wurde die Einrichtung El Colegio Nacional geschaffen. Unter den Gründern waren mehrere herausragende Universitätsangehörige. Es wurde beschlossen, die Universitätsstadt im Stadtteil San Ángel zu bauen. Die Abteilung für Information und Pressearbeit wurde gegründet.
Der Rektor schlug die Schaffung von vier Abteilungen für die wissenschaftliche Forschung vor. Die Verordnung über Hochschullehrer in Festanstellung war von größter Bedeutung. |
Die Grundordnung der Universität wurde reformiert. Nach einer Zeit relativen Friedens kam es Mitte des Jahres zu Zusammenstößen zwischen den Studenten und der Universitätsleitung. Rektor Brito Foucher reichte seinen Rücktritt ein. Am 29. Juli wurde ein Direktorium ernannt, dem Manuel Gual Vidal, Octavio Medellín Ostos und Raúl Cervantes Ahumada angehörten.
Ein verfassunggebender Universitätsrat wurde einberufen, um einen Entwurf für das Organgesetz auszuarbeiten, der dann von Staatspräsident Ávila Camacho dem Abgeordnetenhaus vorgelegt werden sollte.
Eine Versammlung ehemaliger Rektoren verabschiedete die Grundlagen für die provisorische Leitung der Universität. Der Konflikt, bei dem es hauptsächlich um die Voruniversitäre Schule ging und der zum Rücktritt des Rektors führte, wurde am 14. August mit der Wahl von Alfonso Caso beendet.
Am 30. September verabschiedete das Abgeordnetenhaus das neue Organgesetz der Universität, das am 30. Dezember vom Staatspräsidenten unterzeichnet wurde. Bis zu seinem Inkrafttreten gab der Universitätsrat sein Einverständnis dazu, dass die Studienverordnungen von 1942 ihre Gültigkeit bewahrten, um den Universitätsbetrieb nicht zu behindern.
Die Mitglieder des ersten Patronats der Universität wurden in der Sitzung des Universitätsrats am 23. Oktober vorgestellt. Es handelte sich um Alejandro Quijano, Roberto Casas Alatriste und Evaristo Araiza.
Des Weiteren wurden der Studiengang Psychologie und die entsprechende Abteilung in der Fakultät für Philosophie und Literatur gegründet sowie die Abteilungen für Geisteswissenschaften und Wissenschaftliche Forschung, Vorläufer der heutigen Koordinationen. Ausgehend von der Sommerschule, die in diesem Jahr ungefähr 2000 Schüler hatte, wurde eine Gruppe von Hochschullehrern nach San Antonio, Texas gesandt, um Kurse über mexikanischer Kultur zu erteilen. Ihr erster Sitz war die San Antonio Vocational School. |
Am 6. Januar wurde der Text des Organgesetzes der Universität im Amtsblatt veröffentlicht. Das neue gesetzliche Instrument sah einen Verwaltungsratbestehend aus 15 Honoratioren und ein Patronat vor und erkannte den Rektor und den Universitätsrat als höchste Instanzen an. Außerdem legte es die Zuständigkeiten der Direktoren von Schulen, Fakultäten und Instituten fest, sowie die Zuständigkeiten der Technischen Beiräte der Schulen. Das Organgesetz war die Grundlage für die Ausarbeitung der neuen Grundordnung der Universität.
Die Mitglieder des ersten Verwaltungsrates waren : Antonio Caso, Manuel Gómez Morín und Fernando Ocaranza, ehemalige Rektoren ; Manuel Sandoval Vallarta, Ignacio Chávez, Mariano Hernández, Jesús Silva Herzog, Manuel Martínez Báez, Abraham Ayala González, Federico Mariscal, Alfonso Reyes, Ricardo Caturegli, José Torres Torija, Gabino Fraga und Alejandro Quijano.
Antonio Caso nahm die Ernennung nicht an. Er wurde durch Mario de la Cueva ersetzt. Im März wurden die Verhandlungen über die Grundordnung der Universität abgeschlossen und sie wurde verabschiedet. Das Institut für Geschichte wurde gegründet. Die Nationale Schule für Krankenpflege trennte sich von der Schule für Medizin.
Am 24. dieses Monats wurde Genaro Fernández MacGrégor, Internationalist und Schriftsteller, zum Rektor ernannt. Die Koordinationen für die Geisteswissenschaften und für die Wissenschaftliche Forschung wurden gegründet, mit den entsprechenden Technischen Beiräten, denen die Institutsdirektoren angehörten. Auf internationaler Ebene endete der Zweite Weltkrieg mit der Niederlage Deutschlands.
In Japan wurden im August zwei Atombomben abgeworfen. Mit der Entstehung von zwei großen Machtpolen, dem US-amerikanischen und dem sowjetischen, begann ein neues internationales Zeitalter.
Die Organisation der Vereinten Nationen wurde gegründet, bei der Mexiko von Anfang an Mitglied war. Miguel Alemán Valdés, der damalige Innenminister, wurde als Kandidat der Partei aufgestellt, die damals noch Partei der Mexikanischen Revolution (PRM) hieß. Außenminister Ezequiel Padilla wurde als unabhängiger Kandidat unterstützt.
Der Wahlkampf belebte die letzten Monate des Jahres. An der Universität wurden die Verordnung über die Hochschullehrer in Festanstellung diskutiert sowie andere Verordnungen, die sich aus dem neuen Universitätsrecht ergaben, wie die Verordnung über die Stellenausschreibungen mit Prüfungen für Hochschullehrer.
Am letzten Tag dieses Jahres nahm das Abgeordnetenhaus den Gesetzentwurf über die Gründung und den Bau der Universitätsstadt an. Im Amtsblatt wurde das Dekret über den neu geschaffenen Nationalen Preis für Wissenschaften und Künste veröffentlicht. |
Wahlkampf von Miguel Alemán und Ezequiel Padilla um die Präsidentschaft. Die Partei der Mexikanischen Revolution (PRM ) wurde zur Revolutionären Institutionellen Partei (PRI). Miguel Alemán gewann die Wahlen, obwohl sein Gegner viele Anhänger hatte. Der 3. Artikel der Verfassung wurde erneut reformiert.
Die sozialistische Erziehung wurde verworfen. Ende des Jahres, als Miguel Alemán das Amt des Staatspräsidenten antrat, wurde hervorgehoben, dass er nach Portes Gil der erste zivile der Zeit nach der Revolution sei. außerdem war er der erste Absolvent der UNAM, der die Präsidentschaft übernahm.
Er gehörte der Generation 1920-1924 der Nationalen Voruniversitären Schule an, zu der auch Alejandro Gómez Arias, Frida Kahlo und andere Mexikaner gehörten, die sich auf verschiedenen Gebieten hervortaten. Das Dekret zur Gründung des Nationalen Instituts für Schöne Künste und Literatur wurde erlassen.
Antonio Caso wurde zum emeritierten Professor der Universität ernannt und starb noch im selben Jahr. Die Zeitschrift der Universität von Mexiko kam wieder heraus und erlangte ihren guten Ruf wieder, den sie schon hatte, als sie im Jahr 1930 unter der Leitung von Julio Jiménez Rueda gegründet worden war. Es kam zu einer Bewegung gegen den Rektor Genaro Fernández Mac Grégor, der schließlich zurücktrat. An seiner Stelle wurde Dr. Salvador Zubirán Anchando am 4. März zum Rektor ernannt..
Am 6. April erschien im Bundesamtsblatt das Gesetz über die Gründung und den Bau der Universitätsstadt und im September das Dekret über die Enteignung der Grundstücke für die Universitätsstadt im Stadtteil Pedregal de San Ángel.
In Bezug auf interne Regelungen sind die Verordnungen über Hochschullehrer in Festanstellung, Forscher in Festanstellung und die Pensionierung von Hochschullehrern und Angestellten hervorzuheben, die am 30. August verabschiedet wurden. Auch die Verordnung über Graduiertenkollegs wurde verabschiedet, in der eine Art von Postgraduiertenprogramme für alle Studiengänge festgelegt wurden. Dieses Graduiertenkolleg steht bis heute in der Grundordnung der Universität, obwohl es tatsächlich nie eingerichtet wurde.
Die Universität zeichnete Manuel M. Ponce als Direktor der Nationalen Hochschule für Musik auf Lebenszeit aus und Isaac Ochoterena, Ezequiel Ordóñez und Joaquín Gallo als emeritierte Forscher und Ehrendirektoren der Institute für Biologie, Geologie und der Astronomischen Observatorium. |
Es wurden neue Abteilungen geschaffen und andere, bereits bestehende, umstrukturiert. Hier sind insbesondere die Generaldirektion für Akademische Aktivitäten und Kultur zu erwähnen, der die Sommerschule untergeordnet war. Die Abteilung für Studierende wurde zur Generaldirektion für Studierendenverwaltung.
Die Personalabteilung wurde als Büro dem Generalsekretariat unterstellt. Ricardo Monges López wurde Ehrendirektor der Fakultät für Naturwissenschaften.
Die in diesem Jahr bewilligte Gebührenordnung für 1948 sah 25 Pesos für die Immatrikulation und Studiengebühren zwischen 80 und 200 Pesos vor. Eine außerordentliche Prüfung kostete 10 Pesos. Unterdessen verlief das politische Leben im Lande ohne außergewöhnliche Ereignisse, während sich in Europa die vom Krieg betroffenen Länder um den Wiederaufbau bemühten.
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Die mexikanische Regierung sah sich gezwungen, den Peso gegenüber dem Dollar abzuwerten und einen Wechselkurs von 8,65 Pesos pro Dollar festzulegen. Die mexikanische Linke gruppierte sich neu, um die Volkspartei zu gründen. Der Aufruf ging von Vicente Lombardo Toledano und Narciso Bassols aus und ersterer wurde Vorsitzender der neuen Partei. Das Institut für Vergleichende Rechtswissenschaft erhielt seine Autonomie.
Eine Studentenbewegung gegen Rektor Zubirán zwang diesen zurückzutreten. Luis Garrido ersetzte ihn am 1. Juni, nach einer Interimszeit unter Alfonso Ochoa Ravizé.
Bei einer Überprüfung der Gebührenordnung wurden die Gebühren für die Immatrikulation von 25 auf 20 Pesos herabgesetzt und die Studiengebühren von 80 und 200 auf jeweils 65 und 180. Die außerordentlichen Prüfungen wurden auf 6 Pesos herabgesetzt.
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Die Zahl der Studierenden an der Universität betrug in diesem Jahr 23.192, darunter waren 19.242 männliche Studierende und 3.950 weibliche Studierende. 6.487 männliche Studierende waren Erstsemester. Die Verordnung über den Universitätsrat wurde verabschiedet und die Vereinigung Lateinamerikanischer Universitäten wurde gegründet. |
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